Der unschätzbare Wert von Daten aus dem All für smarte Leasing- und Mitfahrzentralen-Start-ups

Es steht wohl außer Frage, dass Daten aus dem All erstaunliche Möglichkeiten bieten. Dieser Artikel beschreibt am Beispiel von zwei Start-ups der ESA Business Incubation Centres (BICs) Bavaria und Darmstadt, wie Unternehmen diese Daten nutzen.

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Sekundenschnell Plätze in Fahrzeugen zuweisen

Das sehr erfolgreiche ESA BIC Darmstadt Start-up flinc wurde 2017 von der Daimler AG übernommen und ist die führende Mitfahrzentrale für kurze und mittlere Strecken von Tür zu Tür. Innerhalb kürzester Zeit hat sich das Unternehmen zum Vorreiter im Bereich Shared-Mobility-Apps entwickelt. Heute sind bei der Mitfahrzentrale bereits etwa eine halbe Million Kunden registriert! Zudem nutzen zahlreiche renommierte Unternehmen flinc um die Mobilität ihrer Mitarbeiter zu sichern und zu optimieren. flinc analysiert Verkehrsbewegungen in Echtzeit und kann so innerhalb weniger Sekunden Plätze in Fahrzeugen zuweisen. Mit einer Kombination aus GPS und standortbasierten (location-based) Funktionen sowie Social Networking bietet das Unternehmen einen dynamischen, sicheren und automatisierten Service, mit dem man unkompliziert von A nach B gelangt.

Im Mai 2008 entwickelten Studenten der Technischen Universität Darmstadt die Idee.  2010 gründeten Dr. Klaus Dibbern, Michael Hübl und Benjamin Kirschner die GmbH. In der T-City (Telekom-City) wurde die technische Infrastruktur getestet. Nach dem erfolgreichen Abschluss eines 4-monatigen, geschlossenen Technologie-Probelaufs, startete das Projekt im Juli 2011 in ganz Deutschland.

Im selben Jahr gewannen die Initiatoren den ersten Preis der Hessen-Challenge der European Satellite Navigation Competition (ESNC) und gründeten eine Mitfahrzentrale für Kurzstrecken. Im September 2017 übernahm die Daimler AG flinc.

Größte digitale Plattform für Baumaschinen

klarx, Incubatee des ESA BIC Bavaria, ist die größte digitale Plattform für Baumaschinen in Deutschland und bietet auf innovative Weise eine Brücke zwischen Vermietern und Mietinteressenten. Kunden finden die von ihnen benötigte Maschine innerhalb von Sekunden. klarx setzt auf das europäische Satellitennavigationssystem Galileo auf. Dank eines intelligenten Algorithmus ist klarx innerhalb kürzester Zeit in der Lage, die Standorte der Maschinen und die anfallenden Kosten für Logistik zu bestimmen. Kunden erhalten so eine transparente Preisstruktur und die Verfügbarkeitsanzeige der Maschinen bei Vermietern vor Ort.

ESA BIC Bavaria und das Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) e.V. unterstützen den Weg des Start-ups, der die Baubranche revolutionieren wird.

Technologietransfer – ein Katapult für neue Geschäftsideen

Diese beiden Beispiele zeigen, wie raumfahrtbezogene Daten, Technologien, Produkte und Services mit einem Technologietransfer das Leben auf unserem Planeten Erde verbessern. Beide Unternehmen führen exemplarisch vor, dass verschiedene Branchen enorm von derartigen Hightech-Impulsen profitieren.