INNOspace Masters 2016 – Satellite 4.0 : Neue Ideen für die nächste Raumfahrtgeneration

Globale Ökonomien sind am Beginn der vierten industriellen Revolution. Angetrieben durch die Digitalisierung und gekennzeichnet durch die Annäherung der virtuellen und realen Welt lösen sich die traditionellen Wertschöpfungsketten auf.

© Airbus Defence and Space

Auch für die Raumfahrt (New Space Economy) entstehen dadurch neue Potentiale, insbesondere im Bereich der echtzeitfähigen, intelligenten, horizontalen und vertikalen Vernetzung von Menschen – Maschinen – Objekten.

Der erste INNOspace Masters Ideenwettbewerb richtete sich anUnternehmen, Start-Ups, Universitäten, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen und Konsortien aus Europa , deren Vorhaben durch zukunftsweisende Transfers von Know-How und Technologien aus anderen Branchen in die Raumfahrt (spin-in´s) übertragen werden.

Gesucht wurden vom 15. September 2015 bis 31. Januar 2016 – in unterschiedlichen Wettbewerbskategorien – Lösungen und Vorhaben mit verschiedenen Innovationsreifegraden (von Gebrauchsmustern und Demonstratoren > marktreifen Prototypen > bis hin zu einsatzfähigen Lösungen), die die Potenziale der intelligenten Vernetzung in die Raumfahrt einbringen und somit zu mehr Effizienz und Kundenorientierung in der Satellitenfertigung führen.

Die Gewinner der ersten Wettbewerbsrunde wurden am 4. Mai 2016 im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung ausgezeichnet und werden neben umfassenden Marketing- und Kommunikationsmaßnahmen sowie Netzwerkkontakten, je nach ausgewählter Wettbewerbskategorie und dem Reife- und Innovationsgrad desVorhabens, technologische und wirtschaftliche Unterstützungsleistungen von erstklassigen Partnern erhalten – damit ihre Vorhaben schnell und bestmöglich mit dem gewünschten Ergebnis umgesetzt werden.

© ESA

Der neue Ideenwettbewerb INNOspace Masters wird vom Raumfahrtmanagement des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR) veranstaltet. Eingebettet ist der Wettbewerb in die Initiative INNOspace® des DLR Raumfahrtmanagements zur Förderung von Innovation und neuen Märkten. Die Anwendungszentrum GmbH Oberpfaffenhofen, erfahrener Spezialist in der Organisation von Innovationswettbewerben in den Raumfahrtanwendungsbereichen, führt den INNOspace Masters im Auftrag des DLR durch.

 

 

Die Preiskategorien

Der neue Ideenwettbewerb INNOspace Masters zeichnet innovative Lösungsvorschläge für die Optimierung der Prozesse, Komponenten oder Subsysteme zur vernetzten Satellitenfertigung sowie zukünftige Konzepte für die Raumfahrt (New Space Economy) in unterschiedlichen Reife- und Innovationsgraden in drei Wettbewerbskategorien aus.

innospacemasters_icon-chooseprizeDie Preise

Die Teilnehmer konnten aus  drei Kategorien den Preis auswählen, der optimal zu dem Schwerpunkt ihres Vorhabens sowie dem Reife- und Innovationsgrad ihrer Idee passt:

Welche Themen adressierte der erste INNOspace Masters Wettbewerb

Der INNOspace Masters suchte von 15. September 2015 bis 31. Januar 2016 unter dem Stichwort „Satellit 4.0“ neue Ideen für die nächste Raumfahrtgeneration. Im Fokus standen dabei die Flexibilisierung und Optimierung der Prozesse, Komponenten oder Subsysteme zur vernetzten Satellitenfertigung über die gesamte Wertschöpfungskette vor allem in Hinblick auf Industriestandards und -prozesse.

In diesem Zusammenhang waren folgende exemplarische Fokusthemen von besonderem Interesse:

  • Generative Fertigung als eine ergänzende Methode zur  klassischen Fertigungstechnik in der Satellitenfertigung unter Beachtung der besonderen Ansprüche an Bauteile, Methoden und verwendete Materialen
  • Plattformkonzepte zur Flexibilisierung der Subsysteme (Sensoren, Komponenten etc.
  • Einsatz cyber-physischer Produktionssysteme als Enabler für komplexe, logistische Modelle in der industriellen Praxis
  • Entwicklung innovativer Systemelemente und Komponenten
  • Entwicklung von Industriestandards
  • Standardisierung der Prozesse in der Serienfertigung von Satelliten
  • Standardisierte Schnittstellen zwischen Satellitenplattformen und –payloads (Ladungen)
  • Standardisierte Schnittstellen zu Subsystemen (z.B. Antriebe, Energiespeicherung, Avionik, etc.)
  • Innovationen entlang der gesamten Wertschöpfungskette der Satellitenfertigung