Durchstarten mit den ESA Business Incubation Centres Bavaria und Darmstadt

Durchstarten mit den ESA Business Incubation Centres Bavaria und Darmstadt

Neue Ideen, Technologien, Produkte und Dienstleistungen sind für die Menschheit extrem wichtig. Dabei spielt die Raumfahrt und mit ihren Entwicklungen schon immer eine große Rolle. Auch wenn es vielen Menschen nicht wirklich bewusst ist: Viele dieser Raumfahrt-Technologien, -Produkte und -Dienstleistungen bereichern und vereinfachen unser Leben auf der Erde immens. Dabei profitiert von diesem Technologietransfer die Raumfahrt genauso wie nicht-raumfahrtbezogene Industrien.

Folgende Erfolgsgeschichten zeigen, wie innovative Startups wichtige Änderungen innerhalb der Industrie bewirken konnten. Zudem machen sie deutlich, wie Startups mit den ESA (Europäische Weltraumagentur) Business Incubation Centres (BIC) Bavaria und Darmstadt durchgestartet sind:

UAS-Startup MAVinci von Intel übernommen

Das von 2015-2017  im ESA BIC Darmstadt geförderte Startup MAVinci entwickelte ein vollständig unbemanntes Luftfahrzeug (UAV). Dabei handelt es sich um ein vollkommen automatisierbares Leichtflugzeug mit integrierter Kamera und Software zur Planung, Verwaltung, Kontrolle und Verarbeitung. Die MAVinci GmbH mit Sitz in St. Leon-Rot in Baden-Württemberg, hat zwischenzeitlich 20 Mitarbeiter. Im November 2016 wurde der erfolgreiche Inkubator des ESA-Gründerzentrums Darmstadt von Intel übernommen. In der heutigen Version Intel Sirius™ Pro UAS wird das UAV zur Durchführung von Vermessungs- und Kartierungsprojekten verwendet.

Building Radar – Marktführer bei der Lokalisierung von Bauprojekten

Building Radar stellt eine globale, satellitengestützte Online-Datenbank für neue Bauprojekte bereit. Diese erkennt durch den eigens entwickelten Algorithmus weltweit neue Bauprojekte. Mittels Satellitenbildern werden Online-Suchergebnisse verifiziert und Veränderungen an Bauprojekten nachverfolgt. Building Radar bietet ein bequemes Tracking von vielen verschiedenen Bauvorhaben und operiert dank der technologiebasierten Datenrecherche sehr kosteneffizient. Das Startup war zwei Jahre im ESA BIC Bavaria Inkubator und wurde als Gesamtsieger des Wettbewerbs Copernicus Masters 2015 ausgezeichnet und gewann das Space App Camp Barcelona 2016. Beides sind Initiativen der AZO Anwendungszentrums GmbH Oberpfaffenhofen.

Die Weiterentwicklungen von Building Radar wurden durch die enge Zusammenarbeit mit dem DLR erreicht. Paul Indinger, Geschäftsführer von Building Radar, beschreibt die Zusammenarbeit zwischen Building Radar und dem ESA BIC Bavaria wie folgt: „Seit dem Beginn unserer Zusammenarbeit im Jahr 2015 spielt das Netzwerk des ESA BIC Bavaria eine zentrale Rolle für den erfolgreichen Aufbau unseres Unternehmens. Das ESA BIC Bavaria verhalf Building Radar zu seiner Position als globaler Marktführer im Bereich der Lokalisierung von Bauprojekten mit Hilfe von Satellitenbildtechnologie. Das ESA BIC Bavaria bildet ein wichtiges Fundament für unsere Entwicklung von einem dreiköpfigen Startup hin zu einem international aktiven Hightech-Unternehmen. Ich kann also mit voller Überzeugung sagen, dass das ESA BIC Bavaria eines der Kernelemente für unseren Erfolg ist. Anderen Technologie-Startups kann ich das ESA BIC Bavaria wärmstens empfehlen.“

 

Sie können der nächste Gewinner sein oder Ihre Geschäftsidee genau wie Building Radar und MAVinci auf den Weg bringen?

Dann Senden Sie jetzt Ihre Idee für den INNOspace Masters – oder bis spätestens 16. Februar 2018. Verwirklichen Sie Ihr Projekt bei der ESA BIC Challenge des INNOspace Masters. Informieren Sie sich jetzt über die gemeinsam von den ESA Business Incubation Centres (BIC) Bavaria und Darmstadt unterstützte ESA BIC Startup-Challenge. Der Wettbewerb richtet sich speziell an KMU, Startups, Forschungsteams und Studenten.

Die Technologietransfer-Ideen von der Erde in den Weltraum und umgekehrt können folgende Bereiche betreffen:

  • Mobilitätsanwendungen/-lösungen
  • Innovative Optimierungslösungen
  • Gesteigerte Effizienz und kundenorientierte Lösungen
  • Komponenten oder Teilsysteme
  • Oder jegliche andere Ideen für den Raumfahrtsektor.

Das vorrangige Ziel der INNOspace Masters ESA BIC Challenge besteht in der Förderung von Startups für ihren erfolgreichen Eintritt in den Raumfahrtmarkt an den ESA BIC-Standorten Darmstadt oder Bavaria.

Das Inkubationsprogramm wurde entwickelt, um neuen Unternehmen zu helfen, sich innerhalb von zwei Jahren mit einem neuen Raumfahrtprodukt oder -service zu etablieren und Kunden zu gewinnen. Die Vorteile sind:

  • Der Gewinner erhält Unterstützung bei der Entwicklung eines zukunftsfähigen Geschäftskonzepts und bei der Ausarbeitung einer Anwendung für einen der beiden German ESA BIC-Standorte sowie die Gelegenheit einer Förderung in Höhe von 50.000 EUR.
  • Darüber hinaus bieten die ESA BIC Zugang zu einem europaweiten Expertennetzwerk, das den Gewinner in den technologie- und geschäftsrelevanten Aspekten der Entwicklung des jungen Unternehmens unterstützen kann.
  • Der Gewinner erhält eine Geldprämie von 5.000 EUR von Telespazio VEGA Germany. Falls der Gewinner ein Startup ist, kann die Geldprämie je nach thematischer Ausrichtung auch in Form eines Entwicklungsvertrags des jeweiligen Produkts oder Services im selben Wert vergeben werden.

Die beiden Gründerzentren der Europäischen Weltraumorganisation in Deutschland haben in ihrem Bestreben der Förderung des Transfers von Weltraumtechnologien in zahllosen kommerziellen Anwendungsbereichen bereits die Gründung von mehr als 200 Unternehmen unterstützt. Dazu gehören neue Materialien, Erdbeobachtung, Logistik, Medizintechnik, Mobilität, Navigation und Big Data, um nur einige zu nennen.

Über den Ideenwettbewerb INNOspace Masters
Der Wettbewerb INNOspace Masters wird vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) organisiert und ist ein eingebetteter Bestandteil der INNOspace® Initiative. Das AZO Anwendungszentrum GmbH Oberpfaffenhofen, ein internationales Networking- und Branding-Unternehmen für die europäischen Raumfahrtprogramme, führt den Wettbewerb seit 2015 im Auftrag des DLR durch. Partner des Wettbewerbs sind Airbus, OHB und die Business Incubation Centres (BICs) Bavaria und Darmstadt der ESA.