STMF – Satelliten Thermalkontrollsystem mit Ferrofluiden

STMF – Satellite Thermal Management with Ferrofluids

Das Thermalkontrollsystem (TCS) zur Regelung der Temperatur von Nutzlasten und Satellitenbus hinsichtlich unterschiedlicher interner und externer Wärmebelastung gehört zu den kritischen Komponenten eines Satelliten. Herkömmliche TCS verwenden Kühlflüssigkeiten und mechanische Pumpen, deren Vibrationen Nutzlasten und Sensoren an Bord eines Satelliten beeinträchtigen. ZARM entwickelt eine TCS-Technologie auf Basis einer Kühlflüssigkeit aus Ferrofluiden, die durch magnetische Felder gepumpt wird, um mechanische Vibrationen zu vermeiden. Die Pumpmodule des TCS bestehen aus mindestens vier Magnetspulen, die Ferrofluide transportieren. Zur Vermeidung magnetischer Störungen in anderen Teilen des Satelliten wird die Pumpe mit einem μ-Metallschild versehen. Da Ferrofluide beim Abkühlen oder Erhitzen unterschiedliche magnetische Eigenschaften aufweisen, werden Permanentmagnete eingesetzt, um die Stellen zu lokalisieren, an denen Wärme stärker absorbiert wird. Der Fokus liegt auf einem skalierbaren und modularen Design, einsetzbar für eine Vielzahl von Satellitenmissionen. STMF ist speziell geeignet für Missionen mit stark variierenden thermischen Bedingungen und hochpräzisen Messungen, beispielsweise für Geodäsie, Erdbeobachtung oder grundlegende physikalische Anwendungen.

Vorteile:

  • Reduzierte Vibrationen innerhalb des Wärmeregelungssystems
  • Geringere Geräuschbelastung
  • Skalierbares, flexibles und modulares Design, das an thermische Randbedingungen angepasst werden kann

ZARM, University of Bremen
Bremen, Deutschland
Dr Benny Rievers
www.zarm.uni-bremen.de
Benny.Rievers@zarm.uni-bremen.de