INNOspace Masters 2017 – Space 4.0: Neue Ideen für die nächste Raumfahrtgeneration

 

Technologietransfer (spin-in) als Innovationsmotor der New Space Economy
Immer mehr innovative Ideen aus sehr unterschiedlichen Sektoren halten Einzug in die Raumfahrt und wandeln die Raumfahrtlandschaft derzeit maßgebend. Unter dem Stichwort „New Space“ wurde eine weltweite Innovations- und Gründerszene geschaffen, die von neuem Kapital jenseits der institutionellen Budgets profitiert. Die Anzahl der privaten Akteure, welche in die Definition von Nutzlasten sowie in die Herstellung und den Betrieb von Satelliten und Trägersystemen involviert sind, hat sich kürzester Zeit vervielfacht.

© Airbus Defence and Space

Neue Technologien und Prozesse aus branchenfremden Industriezweigen können der Raumfahrt unerwartete Perspektiven aufzeigen. Sie bieten Unternehmern nicht nur die Möglichkeit sich im Markt besser zu positionieren, sondern auch durch zusätzliche Nutzerangebote vollkommen neue Märkte zu erschließen. Sie haben das Potenzial die gesamte Wertschöpfungskette zu revolutionieren.

Preise für Innovationen im Bereich „Space 4.0“
Der INNOspace Masters Wettbewerb zur Förderung innovativer Ideen für die nächste Raumfahrtgeneration richtet sich an Unternehmen, Start-ups, Hochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen sowie Konsortien und Einzelpersonen, die mit ihrem Vorhaben Know-how und Technologien aus anderen Branchen in die Raumfahrt (spin-in’s) übertragen möchten.

Gesucht wurden unter dem Stichwort „Space 4.0“ – vom 14. November 2016 bis 13. Februar 2017 – in unterschiedlichen Wettbewerbskategorien Ideen und neue Konzepte mit verschiedenen Innovations- und Reifegraden, die aktuelle Anwenderprobleme aufgreifen sowie innovative Ideen für Nutzlasten und Lösungsvorschläge für die Optimierung der Fertigung von Satelliten und Trägersystemen anbieten.

© ESA

Auswahl und Prämierung der Wettbewerbsgewinner
Nach Ende der Einreichungsphase wurden alle vollständigen Bewerbungen anonym von Expertenjurys der Wettbewerbspartner bewertet. Die Gewinner der einzelnen Wettbewerbskategorien und der Hauptgewinner wurden am 17. Mai 2017 im Rahmen der INNOspace Masters „Space 4.0“ Konferenz im Humboldt Carré, Berlin, während einer feierlichen Preisverleihung prämiert. Die Gewinner erhalten neben umfassenden Marketing- und Kommunikationsmaßnahmen sowie weltweiten Netzwerkkontakten vor allem auch technologische und wirtschaftliche Unterstützungsleistungen von erstklassigen Partnern, welche die Umsetzung ihres Vorhabens bestmöglich fördern.

 

Der INNOspace Masters Ideenwettbewerb
Der INNOspace Masters wird vom Raumfahrtmanagement (RFM) des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR), eingebettet in die Initiative INNOspace®, veranstaltet. Die Anwendungszentrum GmbH Oberpfaffenhofen (AZO), erfahrener Spezialist in der Organisation von Wettbewerben, führt den jährlichen INNOspace Masters im Auftrag des DLR RFM durch. Partner des Wettbewerbs sind Airbus Defence and Space und die ESA Business Incubation Centres Bavaria und Darmstadt.

Die Wettbewerbskategorien

Der Ideenwettbewerb INNOspace Masters zeichnet innovative Ideen für Satelliten-Nutzlasten, neue Anwendungen und Geschäftsmodelle sowie Lösungsvorschläge für die Optimierung der Prozesse, Komponenten oder Subsysteme zur intelligenten Konzeption und Fertigung von Satelliten und Trägersystemen in unterschiedlichen Reife- und Innovationsgraden in drei Wettbewerbskategorien aus.

Die Teilnehmer konnten aus drei Kategorien den Preis auswählen, der optimal zu dem Schwerpunkt ihres Vorhabens sowie dem Reife- und Innovationsgrad ihrer Idee passte:

innospace-haus-dlr

innospace-haus-esabic

innospace-haus-airbus

Welche Themen adressierte der INNOspace Masters Wettbewerb?

Der INNOspace Masters suchte vom 14. November 2016 bis 13. Februar 2017 unter dem Stichwort „Space 4.0“ neue Ideen für die nächste Raumfahrtgeneration.
In diesem Zusammenhang waren folgende exemplarische Fokusthemen von besonderem Interesse:

  • Satelliten Nutzlast für neuartige Anwendungen und Geschäftsmodelle
  • Plattformkonzepte zur Flexibilisierung der Subsysteme
  • Entwicklung und Einsatz intelligenter Bauteile und Komponenten als Informationsträger
  • Automatisierung, Robotik und Fehlerevaluierung in der Fertigung
  • Innovative und kosteneffiziente Antriebs- und Ride-share-Konzepte
  • Verbesserungen und Neuentwicklung von NDI-Methoden zur Qualitätssicherung
  • Neue Standards für Prozesse und Interfaces